Martha Sommerfeld

Fragende

Ein Tag erwacht und mit ihm verschwinden
gar viele Gedanken an jene Nacht.

Nein, sieh!
Der Tag noch schläft...
Fledermäuse ziehen vor meinen Augen!
Wer weiß, wozu meine Gedanken taugen?
Wahrscheinlich könnten wir jetzt glücklich liegen,
- wie so viele - uns ebenso in den Armen wiegen.

Oh wie töricht!
Die Erinnerung trügt Dich - mein  ruheloses Gegenüber:
Es war nur die Hoffnung, sie geht vorüber!

Halt, wartet!, bittet weise die Nacht.
Es folgt doch der Tag, der zum Leben erwacht!
Seht hin!
Die Hoffnung hat sehr wohl einen Sinn!

Das Leben tanzt nach einem uralten Reim,
dem Reim voller Sehnsucht: „Erinner' Dich mein!“